Geschichte Bayerns
Historische Ortsnamen – Regierungsbezirk Oberpfalz

Inkofen

Andrea Weber (AW) Wolfgang Janka (WJ) 

Kirchdorf (Kd)

Bezirk Oberpfalz, Lkr. Regensburg, Markt Schierling

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Ortsdatenbank Bayern (Bavarikon)

Historische Schreibformen

[um 1140–1150]
Wolfhero de Immichouen
[hierher?]
[um 1150–1160]
Wolfhero de Immenchouen
[hierher?]
[um 1140–1160]
Gozpertus de Iminchouen
[hierher?]
[1181]
Heinric de Innichouen
[um 1193–1196]
Perhtolt von Inninchoven
1217
Walther filius Mahthildis de Innichouen
1296
Gebhardus de Jnchouen
1365
vnser Vest ze Inchouen
1526
Ynckhofen ... in Inckofn ... Inckofen
[um 1600]
Inkofn
1665
Filialis S. Jacobi zu Inkhouen
[1782–1787]
Innkofen
1867
Inkofen
Kommentar
Die drei Belege aus den Traditionsnotizen des Klosters Prüfening werden von der Editorin hierher gestellt1. Dagegen ist einzuwenden, dass keine weiteren zu Inkofen bei Schierling gehörenden Namenformen mit-mm- bzw.-m- vorliegen. Insofern kommt für die Zuordnung evtl. Inkofen (Stadt Rottenburg a. d. Laaber/Lkr. Landshut) in Betracht, das im ältesten Herzogsurbar von [1231–1234] als Immekoven2 überliefert ist.

Mundartformen

 Weitere Informationen zur Lautschrift

Namenerklärung

Ink 2·ofen 1
1. Grundwort
ahd. hof ›ländliches Anwesen, Wirtschaftshof‹1 im Dat. Pl. hovun
2. Bestimmungswort
ahd. Insassenname *Inning-
erschlossen durch Wortbildung
Ableitung
1. Basis
ahd. Personenname (Kurzname) Inno 2
2. Suffix
ahd. Suffix -ing- (Zugehörigkeit)3
Namenbedeutung
›bei den Höfen der Leute des Inno‹
4
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