Geschichte Bayerns
Historische Ortsnamen – Regierungsbezirk Oberpfalz

Weiding

Andrea Weber (AW) Wolfgang Janka (WJ) 

Kirchdorf (Kd)

Bezirk Oberpfalz, Lkr. Cham, Gde. Weiding

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Ortsdatenbank Bayern (Bavarikon)

Historische Schreibformen

[1301–1307]
enhalb Weiding ... daz Dorf ze Weiding
1407
zu Weyding
1471
zu Weÿding
1499
zwischen Weÿding vnd Newmülle ... auf der Weÿding
1574
zu Weiding
1612
zu Weiding ... Weÿding
[1782–1787]
Weiding

Mundartformen

[wǟdįn]
Zenching WJ. 
[wǟden]
 Weitere Informationen zur Lautschrift

Namenerklärung

Weid 1·ing 2
1. Basis
ahd. wīda ›Weide‹1
2. Suffix
ahd. Suffix -ing- (Zugehörigkeit)2
Namenbedeutung
›(bei den Leuten an einem) Ort, der mit Weiden bestanden ist‹
3
Kommentar Das Suffix lag möglicherweise ursprünglich in einer Pluralform vor, die beim Einsetzen der Überlieferung schon zu-ing abgeschwächt war. Als Basis kann nicht mit Reitzenstein4 der Personenname Wīdo5 angenommen werden, denn dieser gehört zum Stamm germ. *Wīda- (vgl. ahd. wīt ›weit‹)6. Die altoberdeutsche Entsprechung lautet folglich Wīto7, doch diese kommt kaum in Betracht, da schon der Erstbeleg die Lenis d zeigt. Für das Appellativ wīda spricht außerdem das häufige Vorkommen des Ortsnamens Weiding in Bayern.
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