Geschichte Bayerns
Historische Ortsnamen – Regierungsbezirk Schwaben

Stadelhofen

Andrea Weber (AW) 

Wüstung

Bezirk Schwaben, Lkr. Unterallgäu, Markt Tussenhausen

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Vorbemerkung

Die Siedung, deren Name nur als Flurname überliefert ist, ist bei Zaisertshofen abgegangen1. Dem Flurnamen-Eintrag auf der Uraufnahme von 1808‒18642 nach zu urteilen ist die Wüstung ca. 1,5 Kilometer nördlich der Ortsmitte von Zaisertshofen zu suchen.

Historische Schreibformen

Namenerklärung

Stadelhofen 1
1. Benennungswort
mhd. stadelhof ›Herrenhof, -stall‹1 im Dat. Pl. stadelhoven
— oder —
fnhd. stadelhof ›Herrenhof, Fronhof‹2 im Dat. Pl. stadelhofen (Analogiebildung zu älteren Namen mit der nicht umgelauteten Dativ-Plural-Form -hofen)
Namenbedeutung
›bei den (Herren-)Höfen mit einer Scheune‹
3
Kommentar Falls die nicht-umgelautete Dativ-Plural-Form auf-hofen (s. Erstbeleg) nach dem analogischen Vorbild anderer-hofen -Namen gebildet wurde, kann der Ortsname auch nur einen Einzelhof bezeichnet haben, möglicherweise ursprünglich im Singular auf mhd./frühnhd.-hof, wie er sich im Beleg von 1808‒1864 zeigt.
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