Geschichte Bayerns
Historische Ortsnamen – Regierungsbezirk Oberpfalz

Sankt Martin

Wolfgang Janka (WJ) Andrea Weber (AW) 

Einöde (E)

Bezirk Oberpfalz, Lkr. Schwandorf, Stadt Nittenau

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Ortsdatenbank Bayern (Bavarikon)

Historische Schreibformen

[1272–oder später 1293]
Irmgardis de Nittenave residens ad Sanct[v]m Martinvm
I. von Nittenau, wohnhaft zu St. M.
[Ende 14. Jh.]/[Anfang 15. Jh.]
apud Sanctum Martinum
bei St. M.
1456
Mainspach zue sand Martein
1508
sancti Martini et sancti Wolfgangi desolata
1546
zu Sand Merteyn ... der Hof zu Sand Mertein
1572
S. Mirthen
1666
von Martinshof
1762
Sanct Martin
1928
Sankt Martin, Einöde
Kommentar
Der Erstbeleg wird von Franz Michael Wittmann1 irrtümlich zu Martinsneukirchen (Lkr. Cham) gestellt.

Mundartformen

»Sånkt Męɐtɐ«
 Weitere Informationen zur Lautschrift

Namenerklärung

Sankt 2·Martin 1
1. Benennungswort
Personenname (Heiligenname) Martin 1
2. Zusatz
mhd. Adjektiv sancte ›heilig (vor Heiligennamen)‹2
Namenbedeutung
›(Siedlung bei dem) Kirchlein, das dem hl. Martin geweiht ist‹
3
Kommentar Die Fügung mit dem Grundwort-hof ist nur einmal belegt (1666 Martinshof).

Weitere Literatur

Für Rückmeldungen und weitere Hinweise erreichen Sie uns unter der Adresse: ed.wdab.glbk@nemanstro