In den Tr. Freising werden die Belege von [1022/1023] (Kop. 1. Hälfte 11. Jh.) und [1024‒1031] (Kop. 1. Hälfte 11. Jh.) irrtümlich zu Freimann (Stadt München) gestellt. Es ist allerdings wohl nicht ganz auszuschließen, dass diese Nennungen und auch jene aus den Tr. Weihenstephan Oberpfreimd betreffen1.
Kommentar Ältere Erklärungsversuche erweisen sich als problematisch. So scheitert Schwarz’5 Ansatz einer Grundlage»idg. *Prīmuda« ›Nebenbach‹ (Bildung mit dem Präfix *prī- ›bei, an,
um‹ und »FEHLERHAFTES ELEMENT«) unter anderem an den vorliegenden Belegen ohne Dentalsuffix und an der Tatsache, dass sich idg. /-d-/ (über germ. /-t-/) zu ahd. /-ʒʒ-/ gewandelt hätte, bzw. ‒ sollte der Name erst nach der germanischen Lautverschiebung ins Germanische übernommen worden sein ‒ zu ahd. /-t-/6. Das Toponym wurde möglicherweise ursprünglich nicht als Siedlungsname, sondern als Stellenbezeichnung gebildet (die Siedlung muss also nicht in germanische Zeit zurückreichen). Der Ortsname (mit Dentalsuffix) wurde sekundär auf den Fluss übertragen. Umgekehrt wurde mitunter auch der Gewässername (ohne Dentalsuffix) als Siedlungsname verwendet (z. B. [1021‒1031] (Kopie 2. Drittel 11. Jh, Kopie [1088‒1091] oder früher)locus nomine
Phrima)7.