Geschichte Bayerns
Historische Ortsnamen – Regierungsbezirk Schwaben

Hardt

Wolfgang Janka (WJ) 

Dorf (D)

Bezirk Schwaben, Lkr. Augsburg, Gde. Großaitingen

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Ortsdatenbank Bayern (Bavarikon)

Historische Schreibformen

981(Kopie um 1175)
in vico, qui vocatur Livtenshoven
[um 1146–1162](Kopie um 1175)
Ǒdalr(ich) de Livtinsh(ouen)
1480
Leytißhofen ainödin genant Leyttißhofen
1493
Leüttißhofe iuxta Renhartzhausen
[1545](Kopie 16. Jh.)
Holzmark Leitißhouen sambt dem Hard
1593
Auff dem Hardt
1645
Leutisshofen, der Hardt genannt
1818
Hardt, auch Leutishofen
Kommentar
Im 16. Jahrhundert vollzieht sich der Namenswechsel von »Leutishofen« zu »Hardt«.

Mundartformen

[hārtʰ]
Graben Alois Dicklberger 
 Weitere Informationen zur Lautschrift

Namenerklärung

Leutis 2·hofen 1
1. Grundwort
ahd. hof ›ländliches Anwesen, Wirtschaftshof‹1 im Dat. Pl. hovun
2. Bestimmungswort
ahd. Personenname (Vollname) Liutin 2 im Gen. Sg. Liutines
< ahd. Personenname (Vollname) Liutwin 3
— oder —
ahd. Personenname (Kurzname) Liutī(n) 4 im Gen. Sg. Liutes
Namenbedeutung
›bei den Höfen des Liutin oder Liutī(n)‹
5
Hardt 1
1. Benennungswort
mhd. hart ›Weidetrift, Wald‹6
Namenbedeutung
›(Siedlung bei der) Weidetrift, (Siedlung beim) Wald‹
7
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